Verhaltensauffälligkeiten bei missbrauchten Kinder
Kleinkinder bis 3 Jahre :
Kleinkinder im Alter bis zu 3 Jahren reagieren auf sexuellen Missbrauch eher ganzheitlich, was im Einzelnen bedeutet, dass sie mit folgenden Symptomen darauf reagieren:
- allgemeine Angst
- Verwirrung
- Verstörtheit
- motorischer Unruhe
- Ein- bzw. Durchschlafstörungen
Desweiteren können Ess-und Entwicklungsstörungen auftreten!
Die Angst vor Fremden kann völlig übersteigert sein, aber auch das Gegenteil, nämlich völlige Distanzlosigkeit Fremden gegenüber wurden beobachtet.
Häufig wird ein nicht altersgemäßes sexuelles Spielen beobachtet.
Altersgruppe 3-6 Jahre :
Diese Altersgruppe reagiert auf Verhaltensebene ,was im Einzelnen bedeutet :
- Entwicklungsverzögerungen
- regressives Verhalten-- (das bedeutet: Rückfall auf frühere Entwicklungsstufen wie z.B. verfallen in eine Babysprache, nässen wieder ein, lutschen wieder am Daumen oder klammern wieder vermehrt an der Mutter)
- häufiges altersunangemessenes sexuelles Spielen
- andauernde oder gar Öffentliche Selbstbefriedigung
- Schlafstörungen (vermehrte Albträume)
- erhöhte Ängstlichkeit
Altersgruppe 6-9 Jahre:
Kinder im Grundschulalter reagieren eher mit somatischen Beschwerden UND Verhaltensauffälligkeiten
somatische Beschwerden:
- Kopf-und Bauchschmerzen
Verhalten:
- plötzliche Schulleistungsstörungen
- nicht altersangemessene sexuelle Handlungen mit jüngeren oder gleichaltrigen Kindern
- sexuell provozierendes Verhalten
- Schlafstörungen
- Essstörungen
- keine altersentsprechenden sozialen Bindungen zu Gleichaltrigen
- Zwangshandlungen wie Baden und Waschen
Altersgruppe 9-13 Jahre
In diesem Alter reagieren missbrauchte Kinder wie folgt:
- sozialer Rückzug
- mangelndem Selbstwertgefühl
- Verschlossenheit
- Depressionen
- Schule schwänzen
- sexueller Missbrauch von jüngeren Kindern
Altersgruppe 13-18 Jahre
Bei den 13-18 jährigen können insbesondere folgende Verhaltensweisen als Folgen von sexuellem Missbrauch auftreten:
- selbstverletzendes Verhalten
- häufiges weglaufen von zu Hause
- Suizidgedanken und Suizidversuche
- Depressionen
- Essstörungen
- Drogen-und Alkoholkonsum
- Schlafstörungen
- erhöhte Ängstlichkeit
- Vermeidung von körperlicher Nähe
- Vernachlässigung der Hygiene
- aggressives Verhalten
- wenig Freundschaften zu Gleichaltrigen
- mangelndes Selbstwertgefühl
Beachtet bitte, dass jedes Kind anders ist und somit auch anders reagiert! Hier werden Euch Verhaltensweisen aufgeführt, welche häufig bei Missbrauchs-Opfern beobachtet wurden. Dennoch ist es kein EINDEUTIGER HINWEIS AUF EINE STRAFTAT!
Im nächsten Teil erfahrt ihr weitere Signale im körperlichen Bereich und ich werde Euch aufzeigen wie man konkret,aber ohne Druck und Vorgaben einer Antwort ein Kind befragt. Verunsichern oder gar verängstigen wollen wir unsere Kids ja nicht.
Allgemeine Anzeichen missbrauchter Kinder
Körperliche Symptome und Verhaltensweisen
Ein zwingender Verdacht besteht insbesondere dann,wenn Eure Kinder nach einem Wochenendbesuch beim getrennt lebenden Elternteil/Großeltern/ Freunden oder nach täglichen Besuchen wie Kindergarten/Schule oder Sportverein ect.
- sich immer ängstlicher oder gar aggressiver zeigen
- plötzlich sich häufig über brennen beim Urinieren beklagen
- schlechter einschlafen können
- wenn ein Kind sich plötzlich zunehmend weigert z.B. den nächsten Besuch bei den oben genannten Orten wahrzunehmen
- sich vor so einem Besuchstermin zunehmend an die Mutter klammert (oder auch den Vater)
Desweiteren treten in diesem Fall kommt es auch zu Beschimpfungen wie "Blöde Kuh" "Arschloch" oder gar "Fick Dich"
Besondere Achtung ist geboten, wenn ihr Kind plötzlich anfängt, von Dingen zu berichten wie zum Beispiel:
- Papa hat einen ganz großen Pipimann
- oder von weiblichen Geschlechtsteilen und "stöhnen" erzählen

