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Weitere Verdachtsabklärungen durch Fragen

Wenn ihr einen Verdacht auf sexuellen Missbrauch aufgrund des Verhaltens und Erlebens sowie körperlicher Symptome, so ist es nur Verständlich, dass ihr es genauer wissen wollt! 

Doch hierbei ist große Vorsicht geboten, denn es gibt Fragen, welche ihr niemals stellen solltet

 

Ich werde Euch hier einige Beispiele für Fragen die es zu vermeiden gilt und Fragen die man stellen kann auflisten!

 

Fragen, welche ihr so nicht stellen solltet:

 

Hat er dann den Penis raus geholt? - Es ist eine Frage aus der Gruppe Fragen mit Vorannahme und sollten vermieden werden

 

Sagst Du auch wirklich die Wahrheit? Also, hat er den Penis heraus geholt? Das stimmt doch oder? Fragenwiederholungen lösen Druck aus und verunsichern das Kind

 

Das kann ich gar nicht glauben, dass du das vergessen hast! Und dann hast du da auch noch mitgemacht, das verstehe ich nicht! Ich weiß, da muss etwas passiert sein, es macht mich ganz traurig, dass du mir das nicht anvertraust!

Das sind Vorwürfe und emotionaler Druck und sollte unbedingt vermieden werden!!

 

Wie hat er denn da in der Wanne seinen großen Penis gewaschen, als er erregt war? Bewertungen und Beschreibungen von Geschlechtsteilen oder einer derartigen Situation sollten nicht in einer Frage enthalten sein.

 

Hat er da die Hose bis zu den Knien oder bis zum Knöchel herunter gezogen gehabt? Vorgabeneinengung ist für ein Kind eher belastend, da ihm nur eine Wahl zwischen entweder oder bleibt, aber keinen Spielraum für was anderes lässt.

 

Bevor du mir jetzt nicht alles sagst, kommst du hier nicht weg! Drohungen sind völlig Fehl am Platz

 

Wenn Du endlich sagst, was da sonst noch passiert war , wird es dir besser gehen, dann brauchst du da auch nicht mehr hin! Das sind Versprechungen, welche ihr nicht wirklich einhalten könnt!

 

Du sagst, sein Glied war steif. Dann hat er also so daran gerieben? Damit setzt ihr Fakten voraus , welche gar nicht so gewesen sein müssen

 

Dein Freund sagte, der Mann hat dann dort onaniert. Das musst du doch auch gesehen haben, oder nicht? Damit übt ihr Druck zur Anpassung aus

 

Bitte bedenkt beim lesen meines Beitrages, dass es eventuell tatsächlich zu einem sexuellen Übergriff gekommen ist und das Kind befragt werden muss. Wenigstens von einem Psychologen. Wenn ihr nun Fragen wie oben stellt und der Psychologe andere, kann das Kind nicht genau antworten und das Verfahren wird wegen Widersprüchlichen Aussagen des Opfers eingestellt!!!!!!

 

So fragt ihr richtig :

 

Offene Fragen : Was hast du gesehen? Und wie ging es dann weiter?

 

Bestimmungsfragen: Wann war das denn an dem Tag? Um welche Uhrzeit warst du da? In welchem Zimmer seid ihr gewesen?

 

Auswahlfragen: Wo war das genau?

 

Ja-Nein-Fragen: Hat der Papa etwas gesagt?


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